Die Geldbörse im Wandel der Zeit
Schaut man ein wenig in das vergangene Jahrhundert, dann findet man ausgefallene Formen der Geldbörsen. Die Herren trugen Brieftaschen, in denen sie sämtliche wichtigen Dokumente unterbringen konnten. Oft hatten sie zusätzlich eine Börse für Kleingeld in der Hosentasche. Die Palette reichte von Modellen, die den heutigen Schlüsseltaschen ähnlich sind, bis hin zu Klappbörsen aus festem Rindsleder, die einfach mit einem Druckknopf verschlossen worden sind.
Bei den Damen fand man eine Teilung nach der Funktionalität vor. Sie trugen in ihren Handtaschen zierliche Geldbörsen spazieren, in denen die Banknoten oft nur in mehrfach gefaltetem Zustand Platz fanden. Für die Ausweise hatte man ein separates Mäppchen einstecken.

Heute bezahlt man nicht nur mit Banknoten und Münzen, sondern immer öfter auch mit Kreditkarten. Also muss man diese ständig griffbereit haben. Und weil manche Geschäfte sich aus Gründen der Sicherheit auch den Personalausweis zeigen lassen, sollte dieser ebenfalls mit in der Geldbörse untergebracht werden können. Dieser Wandel bei der Bezahlung hat sich natürlich auch zusehends auf das Design der Geldbörsen ausgewirkt.
Die moderne Geldbörse weist zahlreiche Zusatzfächer auf, in denen man mehrere Kreditkarten, aber auch die Mitgliedskarten von Krankenkassen und Vereinen unterbringen kann. Häufig sind Sichthüllen mit eingearbeitet, in denen man den Personalausweis präsentieren kann, ohne ihn jedes Mal aus der Hülle nehmen zu müssen. Dem Anliegen des schnellen Bereithaltens der wichtigsten Papiere in der Geldbörse kommt es natürlich auch entgegen, dass Personalausweis, Führerschein und Co. von den Behörden kräftig in der Größe minimiert worden sind. Am erheblichsten ist die Größendifferenz beim Führerschein, der inzwischen im Scheckkartenformat ausgegeben wird.